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Schulprojekt mit Schülern der achten und zehnten Klassen des Gymnasium am Turmhof, Mechernich.

Hier geht es um Lernverhalten & operante Konditionierung.

Wir haben sechs Hunde mitgebracht, damit die Schüler Lernverhalten mit Köpfchen und eigenen Händen auszuprobieren und zum Tag der offenen Tür einige Tricks vorzeigen können.

Mit vollem Erfolg, wie unsere kleine Fotoserie zeigt :-)

 




Meine Whippets

Schulbesuch
21 - 24.11.2007
Gymnasium am Turmhof



Anneke Krems und Nele Ellerich -
mit unseren 6 Whippets bei der Projektwoche des Gymnasiums am Turmhof, Mechernich.

"Trickdogs - operante Konditionierung zum Anfassen"




Erster Tag, 21.11.2007:

Der Tag beginnt mit Theorie. Klassische und operante Konditionierung sind die Grundlagen unseres Trainings. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden in den Alltag übertragen und zu Papier gebracht. Dann machen die Jugendlichen zunächst Timingübungen mit menschlichem Partner, bevor sie mit "ihren" Hunden beginnen.

Die Hunde werden konditioniert (auch die, die es schon kennen - sehr kurz - um ihre jugendlichen Handler kennenzulernen). Aber auch die Kuscheleinheiten kommen nicht zu kurz. Die Hunde brauchen Vertrauen und eine freudige Verbindung zu ihren Teilzeitfrauchen.

Erste Übungen werden versucht. Alles klappt gut, wir sind zuversichtlich, dass bis zur Vorführung am Tag der offenen Tür einige Tricks gezeigt werden können.

Noch einige Impressionen:



Zweiter Tag, 22.11.2007:

Erste Hindernisse tauchen auf. Wir haben die Tatsache, dass alle Hunde mit fremden Menschen arbeiten müssen, unterschätzt. Bekannte Übungen werden hier zu völlig neuen Situationen durch andere Körpersprache und Unerfahrenheit der Trainer.

Die Häschenschule :-)))

Wir müssen die Anforderungen herunterschrauben, um die Hunde nicht zu überfordern.
Wir tauschen die gänzlich unerfahrenen Hunde. Für die 10jährige Joe, die anscheinend ihren Spass hat, aber länger zum Verstehen bräuchte, kommt Azawakh Naala (1,5 Jahre)
Kenia macht auch nicht mehr mit. Sie ist nicht übermäßig an Futter interessiert, arbeitet aber mit Frauchen Nele sehr gut für soziale Zuwendung. Bei Fremden ist das natürlich zunächst mal nicht so wertvoll, drei Tage wären zu wenig um Kenia und Joe "vorführreif" zu machen.

Wir entscheiden, nur Übungen auszubauen, die die Hunde von sich aus anbieten, oder die sie schon mal begonnen oder ausgeführt hatten.
Im Verlauf des Vormittages sind die Ergebnisse wieder zufriedenstellend, alle Hunde beschäftigen sich gern mit Ihren Trainern.

Die Hunde (und wir) sind ganz schön erschöpft. Übungen, die nach wenig aussehen, erfordern viel Konzentration. Wir beschließen, morgen zusammen zu frühstücken und die Hunde nur für kurze Zeit zur "Generalprobe" in die Schule zu holen, um einem Burnout am Samstag vorzubeugen.

Mit unseren Teilnehmerinnen sind wir sehr zufrieden. Fast alle haben ein tolles Timing, alle sind toll dabei und haben teilweise richtig pfiffige Ideen :-)


Dritter Tag, 23.11.2007:

Heute lassen wir die Hunde für die erste Hälfte des Vormittages zu Hause relaxen und frühstücken erst mal ausgiebig.

Nach einer ersten Besprechung der Plakatgestaltung geht die halbe Gruppe in den Computerraum, um festzustellen, das niemand bereit ist, Ihnen weiterzuhelfen, es kann momentan nichts ausgedruckt werden. Das Chaos wird uns heute noch weiterverfolgen. Vorführung im Foyer - oder doch nicht? "Werbe"Plakate statt dessen ins Foyer stellen? Nicht erlaubt. Hm, na gut, wir bleiben in der Klasse. Bei 60 Projekten sollten wir mit dem Planungsteam nachsichtig sein ;-)

Dafür klappt- als die Hunde kommen - die Generalprobe hervorragend.
alle Teams haben "über Nacht" ihre Tricks verinnerlicht.

Die Hunde sind wieder voller Elan - oft ist eben Weniger mehr!
Naala bietet sogar plötzlich noch eine neue Übung an und besteht darauf, sie auch zu zeigen :-)))



"Extrem Azawakhgenießing":

Morgen ist es soweit, drei Vorführungen am Tag der offenen Tür sind geplant!
Wir freuen uns!


Vierter Tag , 24.11.2007:

Der große Tag :-)
Unsere Vorführungen waren um 10:30, 11:30 und 12:30 - und alles hat toll geklappt.
Während um 10:30 - kurz nach dem Probeunterricht für interessierte Grundschüler und Eltern - noch nicht so viele Zuschauer zu uns gefunden hatten, war der Klassenraum bei den weiteren beiden Vorführungen mit über 70 Zuschauern prall gefüllt.

Die Hunde wurden nicht müde, im Gegenteil, sie arbeiteten jedes Mal konzentrierter, was sich sicher auch auf die nachlassende Aufregung der Jugendlichen zurückführen lässt.

"Blue" wird hier von Stella und Alena zu einem Ziel (Targetstab) geschickt, das sie mit der Nase berühren soll - Hörzeichen "Küss" ;-)



Blue zeigt außerdem heute noch die Verbeugung und mit Donatella und Joelle - deren Hund "Kenia" aus dem Training genommen wurde - das Männchen machen und Skateboard fahren!

Whitney schlängelt sich bei Katharina durch die Beine und verbeugt sich vor Kerstin.

Austauschschüler Gustavo, der so gut wie kein Wort Deutsch versteht, hat über die Praxis doch noch das Prinzip verstanden und bugsiert seinen Hund "Yoda" durch den kleinen Hindernisparcour - auch hier folgt der Hund einem Targetstab - diesmal einem "Follow me" :-)



Michelle hat mit Yoda außerdem das Pfotegeben und die Rolle trainiert. Mit Yoda hat sie beim zweiten Versuch eine kleine Schwierigkeit bei der Rolle, was vom Publikum mit einem Lacher belohnt wird :-) (Das Video bricht dort zwar ab, aber die Rolle hat sie danach nochmal gut gezeigt)

Judith hat "Naala" das Rückwärtsgehen mit abschließendem "Sitz und Pfote geben" beigebracht.

Bei einer Vorstellung hat sie einige Schwierigkeiten damit, das Naala erst mal ganz in Ruhe das (erbsengroße!) Leckerchen durchzukauen beschließt. Dafür "entschuldigt" sich Naala aber mit einem extraschönen 2. Durchgang.

Chelsea setzt sich auf einen Stuhl, dann lassen Marina und Carolin sie noch einen Targetstab berühren (diesmal eine Blume - mit dem Hörzeichen "riech" ;-) und auf einen Hocker klettern.

Die weiteren Kunststücke der Hunde haben wir schon in den vergangenen Tagen im Bild festgehalten und müssen uns hier nicht wiederholen.
Wiederholen möchten wir aber auf jeden Fall, wie viel Spass es mit dieser Gruppe gemacht hat - alle Jugendlichen waren fröhlich, entspannt und motiviert, so dass die Zusammenarbeit toll klappte und auch die Hunde nicht übermäßig viel Stress hatten.

The End :-)