Fettleibigkeit
ist - wie bei uns Menschen - eine der Krankheitsursachen Nummer
1. In meinen Augen ist eine riesige Menge der Hauskatzen viel zu
dick. Offensichtlich sehen viele Besitzer das gar nicht.
Bei den Hunden ist es das Selbe. Wie oft werden wir mitleidig angesehen,
ob unserer armen "dünnen" Hunde, die tatsächlich
in perfekter Sportlerkondition stehen. Hunde, die sich kaum noch
bewegen können, werden dagegen als normal betrachtet.
Ebenso wird es offensichtlich als normal betrachtet, dass sich für
viele Tiere schon ein "Abo beim Tierarzt" lohnen würde.
Letzens sah ich zwei Katzen, die sich aufgrund iher Leibesfülle
hintenherum nicht mehr sauberlecken konnten - das ist Tierquälerei!!
Deshalb hier ein Plädoyer für das maßvolle Füttern.
Schlank = agil & gesund.
Meine Orientalen
Unsere
Fütterung Mäkelkatze versus Raubtiernatur
"Katze
frisst schlecht oder dies und das nicht"
Wie kann das passieren?
Das Mäkeln bei organisch gesunden Katzen und Hunden ist größtenteils
anerzogen. Die wissenschaftlich angehauchte Überzeugung eine Katze
dürfe nie hungern und müsse 4-5 mal täglich gefüttert
werden - noch schlimmer, immer Futter stehen haben - ist meiner Meinung
nach völllig unbegründet. Auch wenn möglicherweise Katzenforscher
zählten, dass Hofkatzen über 10 Mäuse am Tag fangen und
verzehren... auch Hofkatzen sind oft zu fett.
Holger hat aus seinem Tiermedizinstudium den "Leyhausen" auch
noch im Regal... und ich fand nirgendwo eine Stelle, an der die richtige
Futtermenge für Hauskatzen näher besprochen würde - im
Gegenteil. Dort ist zu lesen, dass Hunger ein guter Berater sei und die
Versuchskatzen wurden auch mal drei Tage hungern gelassen, um das Jagdverhalten
zu untersuchen. Wobei drei Tage hungern für Katzen tatsächlich
nicht so gesund ist und zu z.B. Leberschäden führen kann. Aber
ein gesundes Mittelmaß wäre nicht schlecht.
Holgers Abessinier Adam mit perfekter schlanker und schön bemuskelter
Figur
Ein
Raubtier - noch dazu eines, das von Wüstenbewohnern abstammt, ist
grundsätzlich so gebaut, dass es Hungerphasen ertragen kann, manchen
Tieren (Hunden z.B.) tut das sogar richtig gut, auch wenn der Hungertag
heute aus der Mode gekommen ist.
Tierarten wie der Steppenbewohner Pferd oder Kaninchen mit ihrem Stopfmagen
sind darauf ausgelegt, ständig Nahrung aufzunehmen. Dass aber in
der Wüste einem Raubtier ständig fette Mäuse zu Füßen
liegen ist doch wohl eher unwahrscheinlich. Im Gegenteil, für so
ein paar Kalorien müssen sich Raubtiere auch noch anstregen.
Wie
auch immer, die Futtermengen, die Ratsuchenden im Internet angegeben werden,
sind in meinen Augen oft haarsträubend hoch. Gerade im Wachstum sollten
auch Katzen nicht(!) immer Futter zur freien Verfügung haben. Und
Hunde sowieso nicht.
Mich nahm vor allem Wunder, dass die Fütterungsangaben für Katzen
im Internet teilweise deutlich die Tagesration meiner Hunde übersteigen,
die pro Tag ca. 300 - 400g g Frischleisch (wenn es Trockenfutter gibt,
ist es ca. 180g), im sehr kalten Winter oder im Renntraining bis zu 500g
Fleisch erhalten. Und Sie wiegen etwa 10 kg!
Mal als Anhaltspunkt: Unsere erwachsenen Katzen mit einem Gewicht von
duchschnittlich 3,5 kg bekommen pro Tag je eine Mahlzeit von ca. 80 -
100g Frischfleisch.
Besonders wünschenswert ist, wenn die Welpen schon beim Züchter
an verschiedene Sorten Futter gewöhnt werden. Wie heißt es
so schön: "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!" Die
Futterprägung findet in frühester Kindheit statt.
Mit 5 Wochen fressen die Kitten schon alle Futtersorten selbstständig.
Hier Rindfleisch (Herz & grüner Pansen) mit Joghurt, Ölen
und "Barfer"kräutermischung.
Echte Mäuse werden mit sieben Wochen schon "erlegt".
(Natürlich waren die Mäuse schon tot und gefroren)
Man sollte die Rippen bei Hund und Katze mit leichten Druck spüren,
die Beckenknochen stehen nicht hervor. Bei Hauskatzen sieht die Figur
natürlich von Natur aus etwas pummeliger aus als beim orientalischen
Typ. Auch hier kann man durch tasten feststellen, ob die Rippen spürbar
sind. Muss man richtig "graben" um sie zu fühlen, ist abspecken
angesagt.
Menschen,
die sich so eine Art der Fütterung aneignen wollen, haben oft Angst,
dass die junge Katze kein natürliches Sättigungsgefühl
erlernt oder unerträglich wird. Im Gegenteil schreien meine Katzen
aber nicht den ganzen Tag nach Futter. Der Magen ist daran gewöhnt,
kleine Mengen zu verarbeiten und ein Sättigungsgefühl stellt
sich früher ein. Dafür sind sie nie so voll, dass sie Futter
ablehnen würden (Die Vorstellung allein, dass eine hungrige, wilde
Katze naserümpfend vor einer Beute sitzen könnte ist doch einfach
abstrus).
Inzwischen
gibt es auch viele Tierärzte, die deutlich zu mäßigerer
Fütterung raten. Herr Backhaus (unsere Hausklinik) propagiert die
einmal tägliche Fütterung in seinem Buch "die heilige Gesundheit
deiner Katze" (Tierklinik
Römische Villa). Es darf ja auch zwei, drei mal täglich
sein wenn Mensch den Blicken seiner Katze nun partout nicht wiederstehen
kann *tztz* , aber dann eben drei Miniportiönchen. Natürlich
reicht ein Miniportiönchen billiges Trockenfutter (Marke "Fleischnebenprodukte
4%) nicht zur Gesunderhaltung aus. Aber mit hochwertigen Rohstoffen ist
der Erhalt einer guten Kondition wirklich nicht schwer. Schlank = agil
& gesund.