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anneke@clickertraining.de

Fettleibigkeit ist - wie bei uns Menschen - eine der Krankheitsursachen Nummer 1. In meinen Augen ist eine riesige Menge der Hauskatzen viel zu dick. Offensichtlich sehen viele Besitzer das gar nicht.

Bei den Hunden ist es das Selbe. Wie oft werden wir mitleidig angesehen, ob unserer armen "dünnen" Hunde, die tatsächlich in perfekter Sportlerkondition stehen. Hunde, die sich kaum noch bewegen können, werden dagegen als normal betrachtet.

Ebenso wird es offensichtlich als normal betrachtet, dass sich für viele Tiere schon ein "Abo beim Tierarzt" lohnen würde. Letzens sah ich zwei Katzen, die sich aufgrund iher Leibesfülle hintenherum nicht mehr sauberlecken konnten - das ist Tierquälerei!!

Deshalb hier ein Plädoyer für das maßvolle Füttern. Schlank = agil & gesund.

 

 




Meine Orientalen

Unsere Fütterung
Mäkelkatze versus Raubtiernatur


"Katze frisst schlecht oder dies und das nicht"
Wie kann das passieren?

Das Mäkeln bei organisch gesunden Katzen und Hunden ist größtenteils anerzogen. Die wissenschaftlich angehauchte Überzeugung eine Katze dürfe nie hungern und müsse 4-5 mal täglich gefüttert werden - noch schlimmer, immer Futter stehen haben - ist meiner Meinung nach völllig unbegründet. Auch wenn möglicherweise Katzenforscher zählten, dass Hofkatzen über 10 Mäuse am Tag fangen und verzehren... auch Hofkatzen sind oft zu fett.

Holger hat aus seinem Tiermedizinstudium den "Leyhausen" auch noch im Regal... und ich fand nirgendwo eine Stelle, an der die richtige Futtermenge für Hauskatzen näher besprochen würde - im Gegenteil. Dort ist zu lesen, dass Hunger ein guter Berater sei und die Versuchskatzen wurden auch mal drei Tage hungern gelassen, um das Jagdverhalten zu untersuchen. Wobei drei Tage hungern für Katzen tatsächlich nicht so gesund ist und zu z.B. Leberschäden führen kann. Aber ein gesundes Mittelmaß wäre nicht schlecht.


Holgers Abessinier Adam mit perfekter schlanker und schön bemuskelter Figur

Ein Raubtier - noch dazu eines, das von Wüstenbewohnern abstammt, ist grundsätzlich so gebaut, dass es Hungerphasen ertragen kann, manchen Tieren (Hunden z.B.) tut das sogar richtig gut, auch wenn der Hungertag heute aus der Mode gekommen ist.

Tierarten wie der Steppenbewohner Pferd oder Kaninchen mit ihrem Stopfmagen sind darauf ausgelegt, ständig Nahrung aufzunehmen. Dass aber in der Wüste einem Raubtier ständig fette Mäuse zu Füßen liegen ist doch wohl eher unwahrscheinlich. Im Gegenteil, für so ein paar Kalorien müssen sich Raubtiere auch noch anstregen.

Wie auch immer, die Futtermengen, die Ratsuchenden im Internet angegeben werden, sind in meinen Augen oft haarsträubend hoch. Gerade im Wachstum sollten auch Katzen nicht(!) immer Futter zur freien Verfügung haben. Und Hunde sowieso nicht.

Mich nahm vor allem Wunder, dass die Fütterungsangaben für Katzen im Internet teilweise deutlich die Tagesration meiner Hunde übersteigen, die pro Tag ca. 300 - 400g g Frischleisch (wenn es Trockenfutter gibt, ist es ca. 180g), im sehr kalten Winter oder im Renntraining bis zu 500g Fleisch erhalten. Und Sie wiegen etwa 10 kg!

Mal als Anhaltspunkt: Unsere erwachsenen Katzen mit einem Gewicht von duchschnittlich 3,5 kg bekommen pro Tag je eine Mahlzeit von ca. 80 - 100g Frischfleisch.
Besonders wünschenswert ist, wenn die Welpen schon beim Züchter an verschiedene Sorten Futter gewöhnt werden. Wie heißt es so schön: "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!" Die Futterprägung findet in frühester Kindheit statt.


Mit 5 Wochen fressen die Kitten schon alle Futtersorten selbstständig. Hier Rindfleisch (Herz & grüner Pansen) mit Joghurt, Ölen und "Barfer"kräutermischung.


Echte Mäuse werden mit sieben Wochen schon "erlegt". (Natürlich waren die Mäuse schon tot und gefroren)

Man sollte die Rippen bei Hund und Katze mit leichten Druck spüren, die Beckenknochen stehen nicht hervor. Bei Hauskatzen sieht die Figur natürlich von Natur aus etwas pummeliger aus als beim orientalischen Typ. Auch hier kann man durch tasten feststellen, ob die Rippen spürbar sind. Muss man richtig "graben" um sie zu fühlen, ist abspecken angesagt.

Menschen, die sich so eine Art der Fütterung aneignen wollen, haben oft Angst, dass die junge Katze kein natürliches Sättigungsgefühl erlernt oder unerträglich wird. Im Gegenteil schreien meine Katzen aber nicht den ganzen Tag nach Futter. Der Magen ist daran gewöhnt, kleine Mengen zu verarbeiten und ein Sättigungsgefühl stellt sich früher ein. Dafür sind sie nie so voll, dass sie Futter ablehnen würden (Die Vorstellung allein, dass eine hungrige, wilde Katze naserümpfend vor einer Beute sitzen könnte ist doch einfach abstrus).

Inzwischen gibt es auch viele Tierärzte, die deutlich zu mäßigerer Fütterung raten. Herr Backhaus (unsere Hausklinik) propagiert die einmal tägliche Fütterung in seinem Buch "die heilige Gesundheit deiner Katze" (Tierklinik Römische Villa). Es darf ja auch zwei, drei mal täglich sein wenn Mensch den Blicken seiner Katze nun partout nicht wiederstehen kann *tztz* , aber dann eben drei Miniportiönchen. Natürlich reicht ein Miniportiönchen billiges Trockenfutter (Marke "Fleischnebenprodukte 4%) nicht zur Gesunderhaltung aus. Aber mit hochwertigen Rohstoffen ist der Erhalt einer guten Kondition wirklich nicht schwer. Schlank = agil & gesund.


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